In der gemeinsamen Arbeit bin ich ganz „Ich“ – mit all meinem Wissen über Psychologie und Psychotherapie und meinen über 10 Jahren Erfahrung im Kinder- und Jugendhilfe-Kontext, aber auch mit meinen ganz persönlichen Erkenntnissen und Erlebnissen auf meinem Weg durchs Leben.
Bei so vielen helfenden Berufen (Psychiater:innen, Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen, Sozialarbeiter:innen, Supervisor:innen, Lebens- und Sozialberater:innen, Coaches) entsteht manchmal Verwirrung darüber, welches Angebot denn überhaupt das Richtige für einen ist.
Ich kann über das schreiben, was ich gelernt habe, wie ich es verstehe und was ich anbiete:
Klinische Psychologie
Den Titel „Klinische Psycholog:in“ darf führen, wer ein Hochschulstudium (10 Semester) und anschließend eine klinische Ausbildung (3 Semester) absolviert hat. Die Klinische Psychologie orientiert sich an der Wissenschaft und bietet ein breites Spektrum an Methoden. Diese Methoden sind am ähnlichsten zu den Arbeitsweisen der „kognitiven Verhaltenstherapie“.
Psychotherapie / Existenzanalyse
In der Psychotherapie gibt es verschiedene „Schulen“ (Richtungen). Die Existenzanalyse ist eine „personenzentrierte“ Richtung. Das bedeutet, dass der Mensch in seiner Einzigartigkeit und Besonderheit im Fokus steht. Es geht nicht um „diese Krankheit“, sondern um „diese Person“.
In der Existenzanalyse werden wenige Methoden gelehrt. In der Ausbildung geht es vielmehr um die Entwicklung einer Haltung, aus der heraus eine Begegnung stattfinden kann, die zu einer Veränderung führt.
„Mensch-sein bedeutet nicht nur Anders-Sein, sondern auch Anders-Können“
Viktor Frankl

Was bedeutet „in Ausbildung unter Supervision“?
Dieser Titel bedeutet, dass ich mich noch in der Ausbildung zur Psychotherapeutin befinde. Ich bin befähigt, eigenständig zu arbeiten und bespreche meine Arbeit in regelmäßigen Abständen mit den erfahrenen Lehrtherapeut:innen.
Therapie mit Kindern und Jugendlichen
Manchmal ist das Leben überhaupt nicht einfach. Dann sind wir wütend, unendlich traurig oder verstehen uns selbst nicht. Manche Kinder haben unglaubliche Angst vor einem Referat oder das Gefühl, dass niemand sie versteht. Andere spüren nicht, was ihnen gut tut oder tun sich schwer, sich in andere hineinzuversetzen. Für wieder andere ist es schwierig, sich zu konzentrieren oder zu fokussieren. In solchen und vielen anderen Situationen kann es sinnvoll sein, sich Hilfe zu suchen. Nicht, weil Eltern nicht helfen könnten, sondern weil es manchmal zusätzlich hilfreich ist, wenn jemand von außen einen Blick auf die aktuelle Herausforderung richtet.
Bei einem Kind unter 14 Jahren entscheidest du als Elternteil, ob und welche Art der Begleitung für euch als Familie die passende ist. Ihr als Eltern werdet auch in den Therapieprozess miteinbezogen (z.B. durch gemeinsame Gespräche).
Ab 14 Jahren entscheidest du selbst – du brauchst keine Zustimmung deiner Eltern und musst ihnen auch nichts darüber erzählen.
In meinem Beruf unterliege ich der Schweigepflicht und erzähle deinen Eltern nur etwas über unseren Prozess, wenn du es mir ausdrücklich erlaubst.

Bearbeitung von Trauma
Seit 11 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema „Trauma“. Dieser Begriff ist etwas sperrig und wird im Alltag oft falsch verwendet. Traumata sind Ereignisse im Leben eines Menschen, die ganz plötzlich und heftig passieren und sich für die Person „auswegslos“ anfühlen. Das bedeutet, sie erleben ein Gefühl der Hilflosigkeit, Machtlosigkeit und des Ausgeliefert-Seins.
Wir alle erleben irgendwann in unserem Leben Dinge, die wir als belastend erleben. Die meisten führen nicht zu einer „Traumatisierung“, weil wir sie verstehen und verarbeiten können. Weil eine Fremdunterbringung einen tiefen Einschnitt im Leben eines Kindes und einer Familie bedeutet, die zu einer hohen Belastung (und evt. Traumatisierung) führen kann, habe ich zu diesem Thema viele Fortbildungen besucht und Bücher gelesen. Dabei ist mir klar geworden, dass die „Traumabrille“ auch bei der Bearbeitung von (kleinen und großen) Belastungen hilfreich ist.